Wintermärchen im KHM

Fotocredit: KHM (www.khm.at)

Art News

Eröffnung der Ausstellung "Wintermärchen"

Der Winter ist eingekehrt im Kunsthistorischen Museum: die Ausstellung "Wintermärchen. Winter-Darstellungen in der europäischen Kunst von Bruegel bis Beuys" wurde von Bundespräsident Heinz Fischer und Generaldirektorin Sabine Haag feierlich eröffnet.

Die fulminant inszenierte Schau glänzt mit Leihgaben aus den berühmtesten Häusern der Welt, wie etwa dem Pariser Louvre, dem Musée d'Orsay, der Londoner National Gallery, der Tate Gallery, den Staatlichen Museen Berlin und dem Amsterdamer Rijksmuseum.

Die Mythen, mit Hilfe derer die großen Kulturen die Entstehung der Welt zu erklären versuchten, sind sich meist einig: der Winter kam als Bestrafung und als Plage auf die Erde. Boreas, der griechische Gott des Nordwindes, wurde zum personifizierten Winter. In der nordischen Mythologie kündigt eine dreijährige Frostperiode das Ende der Welt an.Großformatige Darstellungen der in Eis und Schnee stecken gebliebenen napoleonischen Armee, versunken in Not und Elend, bieten ein gleichsam modernes Äquivalent zu antiken Weltuntergangsszenarien. Am anderen Ende des Darstellungsspektrums finden sich stille Ruhe und sorglos ausgelassene Stimmung: In der Nähe schneebedeckter weiter Ebenen beobachtet man auf zugefrorenen Gewässern die Freuden der Eisläufer. Im späten 18. Jahrhundert erlebt die Winterlandschaft ein künstlerisches Revival, nachdem sie zuvor aus der Mode gekommen war: zunächst romantisch verklärt, später konzentriert auf das äußere Erscheinungsbild der winterlichen Farbnuancen.

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