Interview: Silvia Steinek
Silvia Steinek von der Galerie Steinek im Gespräch über die derzeitige Lage im Kunstsektor
A.Teissig.: Welche aktuellen Herausforderungen stellen sich Ihnen in Zeiten wirtschaftlichen Drucks?
S.Steinek.: Noch mehr Präsenz im Alltag und weniger Zeit für Recherchen, innovatives Verhalten.
A.Teissig.: Reagieren Sie mit besonderen Maßnahmen auf die Situation?
S.Steinek.: Eigentlich nicht, weil ich mein Jahr schon im Voraus geplant habe und sich im Wesentlichen in meinen Plänen und meinen Aufgaben nicht viel ändert.
A.Teissig.: Wie überschaubar ist die Kunstwelt noch, es gibt immer mehr Angebot, aber gibt es auch den Markt?
S.Steinek.: Angebot, Nachfrage und Markt sind eine Einheit und ohnedies in stetiger Entwicklung und unterliegen einem natürlichen Wechsel
A.Teissig.: Kann man heute bei der Flut der vielen Künstler noch einschätzen was werthaltig bleiben wird und was nicht?
S.Steinek.: Gegenfrage: konnte man das jemals?
A.Teissig.: Sind Messen eine Lösung für oben genannte Situationen? (Marktübersicht, Angebot und Nachfrage, Werthaltigkeit) Helfen Messen in der Krise oder sind sie eher ein hoher Kostenfaktor?
S.Steinek.: Messen haben ihre Wichtigkeit in der Präsentation und Vermittlung von Künstlern im Ausland, diese können in wirtschaftlich unstabilen Zeiten natürlich auch ein finanzielles Risiko sein, aber auch eine Chance um neue Sammler zu gewinnen Ich denke ohnedies, dass jede Krise mit Veränderung, Umstrukturierung, Innovation zu tun hat und schlussendlich eine Chance bietet in Richtung Erneuerung.

